Apps: Die Werbewelle rollt auf uns zu…

Bei vielen Dingen verhält es sich so: die einen lieben es, die anderen hassen es. Bei einer Sache allerdings ist sich der Großteil der Nutzer einig: Werbung in Apps nervt. Und zwar gewaltig. Zumindest kommt man ganz schnell auf diesen Gedanken, wenn man sich die Kommentare zu Spielen oder Anwendungen in iTunes oder Google Play ansieht. Beinhaltet eine App Werbung, machen sich die Nutzer dort Luft. Denn noch haben Werbetreibende nicht so recht verstanden, wie man Anzeigen in Apps für beide Seiten akzeptabel integriert. Doch das so genannte „In App Advertising“ ist ein wachsender Markt, in dem sich zur Zeit einiges tut.

Im Blog „Mobile Metrics“ schreibt Alexander Oschatz über die „wachsende Bedeutung von In-App-Advertising“. Eine schöne Infografik zeigt, was für ein riesiges Potential für Unternehmen in dieser Form der Werbung steckt: zehn Milliarden Apps wurden 2010 weltweit in diversen Stores heruntergeladen, bis 2015 soll sich diese Zahl verfünffachen. Ein Wachstum, das Unternehmen und Werbeagenturen garantiert nicht ungenutzt an sich vorbeiziehen lassen. Für die Nutzer bedeutet das: noch mehr nervige Werbung in Apps, daran wird kaum ein Weg vorbei führen.

Selbst bezahlte Apps sind ja oft nicht frei von Werbung, denn zum Beispiel bei Spielen, wie in klassischen Rollenspielen oder auch beim Poker findet das so genannte „In Game Advertising“ Anwendung. Die kennt man auch aus den klassischen PC- und Konsolenspielen und an ihr stört sich oft keiner mehr: der Protagonist läuft durch die Straßen und damit an Plakaten mit Werbung für Duschgel oder Deo vorbei, er kaut Kaugummi einer bestimmten Marke oder fährt ein von Firma XY „gesponsortes“ Auto. Dieser Effekt des nicht mehr von dieser Form der Werbung gestört werden, erhoffen sich die Werbetreibenden auch von In App Advertising.

Zu diesem Zweck bastelt zum Beispiel das Unternehmen „Tap.Me“ an einer Möglichkeit, das Erlebnis Werbung und das Erlebnis Spiel in Einklang zu bringen. Dort versucht man, eine Harmonie zwischen Spiel und Werbung herzustellen. Am einfachsten erklärt sich deren Idee mit Spielen, aber sicher feilen die Entwickler dort auch an Möglichkeiten, Werbung in Utility-Apps & Co. sinnvoll zu integrieren. Ein Ansatzpunkt: bestimmte Funktionen werden von Firmen unterstützt. Als Beispiel: der Held verliert Lebenspunkte und muss „nachtanken“. Das tut er, in dem er sich an einem Automaten eine Cola zieht (In Game Advertising) und sie trinkt. Der Automat und die Funktion „Lebenspunkte auffüllen“ bezahlt der Getränkehersteller.

Klar, letztlich bleibt auch in einem solchen Fall Werbung nervig, aber seien wir mal ehrlich: irgendwie gehört Werbung zum täglichen Leben einfach dazu. Und wenn schon kein Weg daran vorbei führt, dann doch lieber sinnvoll integriert als platt in Form von Bannern vor oder nach das Spiel geklebte Text-Bild-Anzeigen mit langweiligen bis sinnfreien Werbesprüchen, oder?

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Mensch, Mann, Blogger, Screencaster, Gadgeteer, Early Adopter, Hobby Fotograf, Mac / iPhone / iPad User & MacDaddy. Besitzer von rosenblut.org und sehr aktiv bei YouTube, Twitter, Google+ und natürlich gibt's auch eine Facebook Fanpage für den Blog. Sollte euch mein Artikel gefallen haben, würde ich mich freuen wenn ihr bei eurem nächsten Einkauf bei Amazon, diesen Link benutzt. Für euch ändert sich nichts (Kaufpreis bleibt unverändert) und ich erhalte ein kleines Taschengeld.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ja da hast du vollkommen Recht.
    Ohne Werbung sind viele Dienste und Software nicht zu bezahlen.
    Dann lieber die Werbung Intelligent einbringen.