Freecom Mobile Drive Mg mit USB 3.0 & Thunderbolt

Wenn es eine Sache gibt von der wir Geeks nie genug haben können, dann ist es Speicherplatz. Egal wo wir unsere Daten ablegen, es wird immer knapp und so erweitert sich der persönliche Pool an entsprechender Hardware stetig. Heute durfte ich meine neuste Erweiterung in Empfang nehmen.

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Die Freecom Mobile Drive Mg – eine sehr portable 1TB Festplatte mit USB 3.0 & Thunderbolt Anschluss.

Technisches

Das Mg im Namen steht für Magnesium. Durch die Materialwahl ist das Laufwerk die ideale optische Ergänzung für Apple Rechner, zudem ermöglicht es ein leichtes und dennoch stabiles Gehäuse. Ein weiteres Plus, es wird kein extra Lüfter benötigt, da die Abwärme sich über das Gehäuse verteilt und entweichen kann.

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Aber Aussehen ist ja bekanntlich nicht alles, wichtig sind auch die Anschlüsse. Da mein Mac Mini sowohl Thunderbolt als auch USB 3.0 hat, ist die Freecom Mobile Drive Mg die perfekte Ergänzung, denn Sie bietet beides. Das kommt mir sehr gelegen, da ich zuhause auch noch einen Mac habe der keinen Thunderbolt Anschluss hat.

Anschluss-Varianten
Folgende Varianten der Freecom Mobile Mg gibt es

  • USB 3.0
  • USB 3.0 & Thunderbolt
  • USB 3.0 & Firewire 800

Maße & Gewicht
Festplatte & Gehäuse sind mit einem Gewicht von 200g kaum bemerkbar. Die Slimline Version (nur USB 3.0) wiegt sogar nur 170g.

Das Gehäuse ist 12 x 8,1 x 1,5 cm bzw. 12 x 8,1 x 1 cm für die Slimline-Version.

Stromversorgung
Die Stromversorgung geschieht direkt über den USB, FW oder Thunderbolt Anschluss, man benötigt kein extra Netzteil.

Festplatte
Im Inneren werkelt eine physikalische 2,5″ SATA Platte mit 5400 Umdrehungen die bereits mit HFS+ formatiert ist und somit direkt an jedem Mac eingesetzt werden kann. Selbstverständlich ist sie 100% Timemachine kompatibel. Möchte man die Platte an einem Windows-Rechner nutzen, kann sie einfach entsprechend formatiert werden.

Es stehen 320GB, 500GB, 750GB, 1TB und 1,5TB Modelle zur Verfügung.

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Datentransferraten/Benchmarks

Grundsätzlich hängt es natürlich davon ab ob man eine große oder hunderte kleine Dateien kopiert. Bedingt durch den Verbau einer physikalischen Festplatte mit 5400rpm anstatt einer SSD (was sich im Preis zeigen würde) sind die Werte für den täglichen Gebrauch schnell genug.

In meinen Tests konnte ich fast identische Werte über USB 3.0 und Thunderbolt erzielen, so ist die Anschlussart im Falle dieses Laufwerks nicht unbedingt für die Geschwindigkeit ausschlaggebend.

Testlauf

mit AJA System Test
1GB Datei über USB 3.0 – Lesen mit 112.3MB/s und Schreiben mit 105.2MB/s
1GB Datei über Thunderbolt – Lesen mit 113.8MB/s und Schreiben mit 113.1MB/s

mit BlackMagic Disc Speed
1GB Datei über USB 3.0 – Lesen mit 111.6MB/s und Schreiben mit 109.3MB/s
1GB Datei über Thunderbolt – Lesen mit 114.1MB/s und Schreiben mit 114.7MB/s

Für mich ist die Freecom Mobile Drive Mg mit einem 1TB eine ideale Packratte und auch als Timemachine Backup sehr gut geeignet. Meine Angaben sind natürlich ohne Gewähr, da ich hier kein Labor betreibe, sondern an meinem ganz normalen Mac Mini mit den jeweiligen Apps teste.

Der Hersteller wirbt mit den folgenden Angaben:

  • FireWire800 : Max. 800Mbit/s
  • USB 3.0: Max. 5000Mbit/s
  • Thunderbolt : Max. 10000Mbit/s

Design

Das Design passt sich dank dem Magnesium-Gehäuse wirklich sehr gut in die Apple-Systemlandschaft. Das Gehäuse fühlt sich sehr wertig an und muss sich nicht verstecken. Würde nicht der Freecom-Schriftzug auf dem Gehäuse sein, könnte man glatt meinen man hätte ein Apple Produkt vor sich.

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Freecom hat für das Design in 2012 den reddot Award erhalten.

Software

Als ich die Freecom Mobiledrive Mg das erste Mal an meinem Mac Mini angeschlossen hatte, war ich etwas verwundert. Auf der Platte befindet sich extra Software und Handbücher. Das hatte ich bisher bei keiner externen Festplatte. Ich habe keine der Tools installiert da ich (noch) keinen Bedarf dafür sehe, allerdings ist die “Greenbutton Software” für mich die interessanteste, sie kann nämlich den Standby Modus des Laufwerks beeinflussen bzw. mit dieser kann diesen ändern.

Sollte man zum Start (so wie ich) die ganzen Dinge erst einmal nicht benötigen genügt ein Klick auf Backup und der gesamte Inhalt (Anleitungen, Software,etc) wird in eurem lokalen Dokumente Ordner (oder einem Ordner eurer Wahl) gesichert. So kann man bei Bedarf jederzeit noch einmal die Software installieren wenn man die Platte komplett formatiert hat.

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Lieferumfang

Im Lieferumfang der Thunderbolt-Version ist ein USB 3.0  & ein Thunderbolt Kabel enthalten. Bei den Preisen von  Original Kabel von Apple ist das wichtig, da solche Thunderbolt Kabel einzeln mit €40,- nicht gerade günstig sind.

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  • Freecom Mobile Drive Mg
  • USB-Kabel
  • FireWire800-Anschlusskabel (nur U&F-Modell)
  • Thunderbolt-Anschlusskabel (nur U&TB-Modell)
  • Quick-Install-Kurzanleitung
  • Kostenloser, unbegrenzter Helpdesk-Support
  • Zwei Jahre Herstellergarantie

Preise & Verfügbarkeiten

Die verschiedenen Varianten der Freecom Mobile Drive Mg können direkt beim Hersteller gekauft werden oder alternativ z.B. bei Amazon.

Freecom Mobile Drive Mg 320GB SlimDrive USB 3.0
Freecom Mobile Drive Mg 500GB SlimDrive USB 3.0
Freecom Mobile Drive Mg 750GB USB 3.0
Freecom Mobile Drive Mg 1TB USB 3.0
Freecom Mobile Drive Mg 1TB USB 3.0 & Thunderbolt
Freecom Mobile Drive Mg 1TB USB 3.0 & Firewire 800
Freecom Mobile Drive Mg 1,5TB USB 3.0

Fazit

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Wer eine kleine externe Platte sucht die perfekt mit dem Apple-Universum zusammenspielt, sollte sich die Freecom Mobile Drive Mg unbedingt näher ansehen. Hier passt das Design, die Verarbeitung und die Leistung für eine physikalische 2,5″ Festplatte.

Trotz Thunderbolt-Anschluss wird aus einer physikalischen 2,5″ SATA Platte mit 5.400rpm keine Datenrakete, das sollte hoffentlich jedem klar sein. Wen man allerdings die Wahl zwischen den jeweiligen Anschlussarten hat, kann man durchaus auch eine Thunderbolt-Variante kaufen.

Die schwarzen Kabel sind vielleicht nicht jedermanns Sache und man hätte sich die typischen weißen Kabel ähnlich der Apple-Produkt gewünscht, aber das ist schon jammern auf hohem Niveau denn logischerweise erfüllen die schwarzen Kabel genau denselben Zweck.

UPDATE: 01.01.2014

Der Sascha hat mir eine Mail geschrieben, welche erläutert wie er die verbaute Festplatte im Freecom Gehäuse wechseln konnte. Wie immer gilt – alles auf eigene Gefahr, weder Sascha noch ich übernehmen irgendwelche Haftung falls ihr was schrottet.

Hier seine Anleitung & Infos:

Die schwarze Blende muss einfach nur vorsichtig abgehebelt werden (ist geklebt). Dahinter verbergen sich 2 Schrauben. Hat man diese gelöst, lässt sich das Oberteil des Gehäuses leicht nach vorne schieben und abnehmen. An der Controller-Platine sind nun wiederum 2 weitere Schrauben zu lösen. Danach kann man die Platine samt Festplatte (bei mir eine Samsung ST1000LM024) entnehmem und den Controller vorsichtig von der Festplatte abziehen. Nun einfach in umgekekrter Reihenfolge die SSD (bei mir eine Samsung 840 EVO 1TB) einbauen und zuvor noch auf diese die auf der originalen Platte aufgeklebten Polster/Abstandshalter anbringen. Fertig.

Bei mir hat die SSD übrigens zunächst etwas im Gehäuse geklappert, da diese dünner ist als die original verbaute Festplatte. Ein 3M-Bumpon-Aufkleber zusätzlich auf der SSD hat das Problem jedoch einfach und schnell gelöst.

Hier noch die gemessenen Transferraten (DiskSpeedTest):
Freecom Mobile Drive Mg mit 1TB SSD (Samsung 840 EVO) am Mac Pro, USB 3.0 über PCI-Karte, Schreiben 345,0 MB/Sek., Lesen 339,0 MB/Sek.
Freecom Mobile Drive Mg mit 1TB SSD (Samsung 840 EVO) am MacBook Retina, USB 3.0, Schreiben: 400,4 MB/Sek., Lesen: 404,5 MB/Sek.
Freecom Mobile Drive Mg mit 1TB SSD (Samsung 840 EVO)am MacBool Retina, Thunderbolt, Schreiben: 356,8 MB/Sek., Lesen: 385,5 MB/Sek.

Warum USB 3.0 am MacBook nun schneller ist als Thunderbolt, weiß ich nicht. Ich finde dennoch alle Transferraten beachtlich. Zumal mal mein Mac Pro von 2008 (SATA-II) mit der intern verbauten 840 EVO gerade mal 257,6 MB/Sek. schreiben und 271,4 MB/Sek. lesen kann.

 

Ich bedanke mich bei der Firma Freecom für die Bereitstellung des Produkts für diesen Artikel.

Bitte bewerte diesen Blog-Artikel. Dankeschoen!

Bewertung 4.9 Sterne aus 16 Meinungen

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Bernd,
    ich bin auch stolzer Besitzer dieser genialen HD, und bin sehr zufrieden damit.
    Viele Grüsse
    Toby

  2. Hallo Bernd,
    Danke für den ausführlichen Artikel!
    Eine Frage hätte ich aber noch: Ist die Festplatte so verbaut, dass ein nachträglicher Wechsel auf SSD möglich ist? Das wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen in Punkto Zukunftssicherheit…
    Viele Grüße
    Steffen

    • Ich habe mir das Gehäuse mal näher angeschaut und finde keine einfache/direkte Möglichkeit dieses ohne Schaden zu öffnen.

      Selbst wenn das Gehäuse aufzumachen ist, stellt sich die Frage in wie fern der Controller (der in externen Gehäusen meistens verbaut ist) mit einer SSD zurecht kommt bzw. ob es die SSD dann voll ausreizen könnte.

      • Ja, da hast Du sicher recht.
        Hmm, vielleicht ist das nur eine wirre Idee, aber besteht Deiner Meinung nach die Möglichkeit, das LW am Thunderbold-Port zu betreiben, hinten ein USB 3 SSD quasi in die Daisy Chain zu hängen und den Verbund dann möglicherweise sogar als ext. Fusion Drive zu nutzen? Auch das wird keine max. Performance geben, aber interessant wäre es allemal…

  3. Pingback: ak081 – Hausaufgaben gemacht? | apfelklatsch

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