QNAP TVS-463: Turbo NAS für Zuhause & HomeOffice

Wer meinen Blog oder meine YouTube Videos verfolgt, weiß das ich schon ziemlich lange NAS (Network Attached Storage) Geräte einsetze. Bis vor kurzem war es das DS213+ von Synology. Nachdem ich mich mehr und mehr an die Nutzung eines NAS gewöhnt und immer mehr Aufgabengebiete dafür gefunden hatte, kam ich an den Punkt vor dem man bei Hardware immer steht. Ich benötige mehr Power, mehr Möglichkeiten für jetzt und die Zukunft. Zeit sich diese Mal auch bei anderen Hersteller umzusehen – denn „Andere Mütter haben auch schöne Töchter…“ Welcome QNAP TVS-463!

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Da ich immer offen für neue Technologien bin, habe ich mich bei diesem Upgrade auch ganz bewusst für ein Gerät aus dem Hause QNAP entschieden, aber dazu später mehr. Im heutigen Artikel soll es erst einmal darum gehen euch den neusten Zuwachs in unserem Haushalt vorzustellen. Das QNAP TVS-463 – ein NAS mit 4 Laufwerksschächten für bis zu 16TB internen Festplattenspeicher und 4GB DDR3-RAM (bis zu 16GB RAM möglich).

Sämtliche Daten des QNAP TVS-463 aufzuzählen würde den Rahmen der Erstvorstellung sprengen, aber ein paar wichtige Eckdaten will ich euch natürlich aufzeigen, den Rest kann man bei Bedarf direkt bei QNAP hier nachlesen.

Technische Daten & Features QNAP TVS-463

  • CPU: 64-Bit-AMD®-Quad-Core-Prozessor mit 2,4 GHz und AMD Radeon™ Graphics
  • Arbeitspeicher: je nach Model 4GB oder 8GB, aufrüstbar auf 16GB (DDR3 )
  • Arbeitspeicher: 2 Speicherslots
  • Festplatten: 4 x 3.5” oder 2.5”SATA 6Gb/s, SATA 3Gb/s hard drive oderSSD
  • Festplatten: 4 Einschübe (abschließbar) die auch während dem Betrieb gewechselt werden können
  • Netzwerk: 2 x Gigabit RJ-45 Ethernet Ports (Onboard:2, erweiterbar auf 4 Ports via PCI-E NIC)
  • Mono-LCD zur Anzeige von Netzwerkinfos, Fehlern, Upgrades, etc.
  • USB Ports: 5 x USB 3.0 Port (Front: 1x, Rückseite: 4x)
  • USB Ports: Unterstützung für USB Drucker, USB-Sticks, USP-UPS, Festplatten
  • HDMI 2x (Gespiegeltes Display), 1.4a
  • Hardwarebeschleunigte Verschlüsselungs-Engine mit AES-256-NAS-Full-Volume-Verschlüsselung
  • Nutzung als PC mit exklusiver QvPC-Technologie und 4K-Display
  • Infrarot Empfänger für QNAP RM-IR002 Fernbedienung und MCE-kompatible Fernbedienungen
  • 12cm Lüfter
  • Kensington Schloss
  • Maße: 177(H)x 180(W) x 235(D) mm
  • Gewicht: 5,70 kg

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Stromverbrauch (Herstellerangaben)

  • S3 sleep: 2.26W
  • HDD standby: 34.77W
  • Nutzung: 50.38W

(mit 4 x 2TB Festplatten installiert)

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Lieferumfang

  • 1x QNAP TVS-463 NAS
  • 1x Stromkabel
  • 2x Ethernetkabel
  • 16x Schrauben für 3,5″ Festplatten
  • 16x Schrauben für 2,5″ Festplatten
  • 1x Festplatten-Schlüssel zur Sicherung
  • 1x Schnellstart-Anleitung

Design & Verarbeitung

Das QNAP TVS-463 kommt in einem, ich als Mann tue mich hier etwas schwer, Goldton. Es erinnert mich ein wenig an die aktuelle iPhone Farbe. Das Gehäuse selber ist zum Großteil aus Metal. Die Front ist mit Kunstoffblenden versehen. Die Festplatteneinschübe sind vorne aus Kunstoff, der Korpus ebenfalls aus Metal.

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Neben den Status-LED befindet sich ebenfalls ein Mono-LCD für Status Informationen inklusive Knöpfe zum auswählen und bestätigen an der Frontpartie des NAS. Neben den 4x USB 3.0 Ports auf der Rückseite befindet sich ein USB 3.0 Anschluss auf der Vorderseite, der Anschluss ist umgeben von einem USB-Copy Knopf – dieser dient dazu Daten schnell und mit nur einem Knopfdruck auf das NAS zu bringen. Wobei man in den Einstellungen das Verhalten dieses Knopfs einstellen kann. So ist es z.B. möglich Daten vom USB auf das NAS oder vom NAS auf das USB zu sichern. Oder man wählt das ein Auswahl Menü erscheint und nachfragt was gemacht werden soll – also alles ganz nach den eigenen Vorlieben einstellbar.

Das QNAP TVS-463 macht einen richtig soliden Eindruck. Mit knapp unter 6kg ist das Gerät kein Leichtgewicht, dies sollte man bei der Platzierung berücksichtigen.

Der große 12 Zentimeter Lüfter wird per Software je nach Auslastung des System gesteuert, er läuft also nicht ständig. Die Geräuschkulisse die ich bisher davon bekommen habe war angenehm ruhig. Ja man hört in, aber bisher ist er mir nicht negativ aufgefallen – selbst als ich knapp 40GB an Daten kopierte und gleichzeitig Apps auf dem NAS installiert habe.

Inbetriebnahme

Bevor man ein NAS einsetzen kann muss es natürlich eingerichtet werden. Was sich nach viel Arbeit anhört ging mit dem QNAP TVS-463 dank der Assistenen relativ einfach.

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QNAP verweist in der beigelegten Schnellstart-Anleitung einen auf start.qnap.com – hier wird man von der Festplatten Installation bis hin zum anlegen des ersten Benutzers durch Assistenten unterstützt.

Es gibt mehrere Wege der Ersteinrichtung, unter anderem auch mit einem sogenannten Cloudkey,  dieser Zahlencode befindet sich auf einem Aufkleber am Gerät. Mit der Android/iOS App kann man auch einfach den QR-Code scannen und der Einrichtungs-Assistent leitet einen in wenigen Schritten durch den „Prozess“

Bei mir hatte der gesamte Prozess weniger als 20 Minuten benötigt und ich hatte ein laufendes System.

Netzwerk & Protokolle

Für ein NAS ist das wohl wichtigste der sichern und transportieren von Daten. Das QNAP TVS-463 unterstützt das SMB/CIFS-, NFS- und AFP-Protokoll zur Dateiweitergabe in Windows-, Mac- und Linux-/UNIX-Netzwerken. Für Mac Anwender ebenfalls sehr wichtig – per 1-Klick kann man natürlich auch TimeMachine direkt mit dem Gerät nutzen.

Dank der Gigabit Schnittschnelle sind selbst große Datenmengen sehr zügig auf das Gerät kopiert bzw. mit anderen Geräten im Netzwerk geteilt.

Wem Gigabit noch nicht ausreicht kann einen 10-GbE-Netzwerkadapter (optional erhältlich) in das Gerät packen und somit auf 10-Gigabit-High-Speed-Netzwerke zugreifen. Wobei diese Möglichkeit (derzeit zumindest) eher für Firmen interessant sein dürfte.

QTS – Das Herzstück des QNAP TVS-463

Wie bei besseren NAS Laufwerken üblich, werkelt auch auf dem QNAP TVS-463 ein Betriebssystem mit einem für das Gerät optimiertem Linux-Kernel. Im Hause QNAP heißt dieses Betriebsystem QTS, aktuell in in der Version 4.1.3

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Neben den vielen speziellen QNAP Apps bietet QTS die Grundlage für den eigenen App-Store um per 1-Klick eine große Auswahl an Applikationen direkt auf dem NAS zu installieren und so das System dem eigenen Bedarf anzupassen. Wichtige Apps wie den PLEX MediaServer, XMBC sind hier unter anderem zu finden.

Ebenso dürfte für viele interessant sein das man Joomla oder WordPress auf dem NAS laufen lassen nicht – nicht als Ersatz für die eigene Domain (dazu wird in den wenigsten Fällen die Bandbreite ausreichen) – aber um Plugins & Co zu testen und am Design „offline“ zu spielen und dann ins Produktivsystem nach dem testen einzuspielen. Die Auswahl an Applikationen und Möglichkeiten ist wirklich gigantisch.

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Neben den Applikationen die direkt auf dem QNAP TVS-463 laufen gibt es Dienstprogramme für iOS, Android, Windows und OS X.  So könnt ihr mit Qsync z.B. eure eigene private Cloud á la Dropbox auf dem QNAP NAS laufen lassen und Daten zwischen Mac, Windows und Smartphone bzw. Tablet in Sync halten. Eine Übersicht der mobilen Applikationen gibt es hier.

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NAS – die Multimedia Zentrale im eigenen Haus

Aktuelle NAS sind schon lange keine „dummen Datengräber“ mehr, sondern bieten vielfältige Möglichkeiten wie z.B. das streamen von Musik, Fotos und Video auf den heimischen Fernseher oder auf Tablets und Smartphones. Das QNAP TVS-463 offeriert hier ein natives 1080p transcoding – somit wird erreicht das die bestmögliche Qualität dem jeweiligen Endgerät  zur Verfügung gestellt wird.

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Im Fall des QNAP TVS-463 hat man sogar die Möglichkeit das Gerät direkt per HDMI mit dem Fernseher zu verbinden und über eine besonders optimierte Oberfläche (HD-Station) Zugriff auf sämtliche Fotos, Videos aber auch YouTube, Google Chrome und mehr zu nutzen. Mit Hilfe der kostenlosen iOS und Android Remote App benötigt man deswegen auch nicht unbedingt eine gesonderte Hardware-Fernbedienung.

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Da ich unseren Haushalt komplett auf Plex umgestellt habe und der Plex Medien Server auf dem NAS läuft können nun alle iPhones, iPads, unser SAT-Receiver und natürlich auch jeder Mac auf alle TV-Serien & Filme zugreifen. Über Plex könnte man einen kompletten Artikel schreiben so genial ist das Teil. Man schaut einen Film z.B. am Amazon Fire TV mit dem Plex Client dort, kann sein iPhone in die Hand nehmen und dort die Plex App starten und genau an der stelle weiterschauen wo man im Wohnzimmer aufgehört hat – der Übergang ist nahtlos.

Videovorstellung: QNAP TVS-463

Erstes Fazit

Ihr seht schon. Das QNAP TVS-463 bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und Dingen die man damit anstellen kann. Daher werde ich auch noch weitere Artikel zu einzelnen Bereichen verfassen, weil es sonst einfach zu viel wird. Es gibt noch vieles zu entdecken – z.B. die QvPC Technik von QNAP – einfach eine Tastatur und Maus am NAS angeschlossen und diesen als PC nutzen.

Bisher sind die Erfahrungen mit dem QNAP TVS-463 durchweg positiv. Die Einrichtung klappte problemlos und schnell. Die Software Assistenten haben mich Schritt für Schritt begleitet und wer lesen kann wird auch keine Probleme haben.

Die Frage die ich bereits auf Twitter gestellt bekommen habe werde ich natürlich auch hier gerne beantworten. Warum kein größeres Synology sondern eines von QNAP? Ich könnte das nun abtun nach dem Motto „Auch andere Mütter haben schöne Töchter…“ aber die Antwort (für mich) ist relativ einfach – kein aktuelles Synology Gerät hat die Möglichkeiten angeboten die ich in einem Gerät gerne haben wollte, allen voran HDMI Ports um das NAS direkt an einem TV oder LCD anzuschließen.  Ebenfalls hat mich die  QvPC Technik sehr gereizt um das NAS mit Maus & Tastatur als einfachen PC nutzen zu können und dann mit Virtuellen Maschinen in Linux, Windows und Android zu arbeiten.

Am Rande möchte ich erwähnen das es QNAP NAS in unterschiedlichsten Größen und Ausstattungen gibt – angefangen von einem Single-Bay System bis hin zu absoluten Profi/Unternehmensgeräten. Das QNAP TVS-463 wird von QNAP als „Middle-End“ beworben – ich sehe das Gerät auch für den sehr ambitionierten Privatanwender und kleinere Unternehmen.

Ich denke für ein volles Fazit ist es noch zu früh und es werde wie bereits erwähnt noch einige Artikel folgen. Falls ihr aber jetzt schon Fragen habt freue ich mich über Kommentare. Ich versuche diese dann direkt in den Kommentaren oder in einem kommenden Artikel zu beantworten.

Ich bedanke mich bei der Firma QNAP für die Bereitstellung des Produkts für diesen Artikel.

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Bewertung 4.3 Sterne aus 26 Meinungen

Letzte Aktualisierung am 25.03.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bernd

Mensch, Mann, Blogger, Screencaster, Gadgeteer, Early Adopter, Xbox, Mac / Android User & MacDaddy. Co-Founder von drei Kindern. Besitzer von rosenblut.org und sehr aktiv bei YouTube, Twitter, Google+ und natürlich gibt's auch eine Facebook Fanpage für den Blog. Sollte euch mein Artikel gefallen haben, würde ich mich freuen wenn ihr bei eurem nächsten Einkauf bei Amazon, diesen Link benutzt. Für euch ändert sich nichts (Kaufpreis bleibt unverändert) und ich erhalte ein kleines Taschengeld.

Kommentare (12)

  1. Hallo Bernd,
    sehr schöner und ausführlicher Bericht zur QNAP.
    Auch nett, dir mal wieder in der Blogosphäre über den Weg zu laufen.
    Gruß
    Matthias

  2. Hallo Bernd,

    ich habe sich schon in den Kommentaren zum letzten Apfelklatsch gepostet und zwischendurch etwas mehr recherchiert, komme aber nicht zu einem passenden Ergebnis.

    Derzeit habe ich eine Synology DS 212+ im Einsatz, die mir mittlerweile zu lahm ist. Das QNAP 463 NAS finde ich als Upgrade sehr interessant. Allerdings brauche ich die QvPC Funktion nicht. Gibt es bei QNAP ein vergleichbares NAS ohne diese Funktion, aber mit schnellem Prozessor und HDMI? Zwei Laufwerksschächte würden mir reichen.

    Können die QNAPs auch etwas, das zu CloudStation von Synology vergleichbar wäre? So eine private Dropbox Lösung?

    Danke für deinen tollen Bericht. Ich wäre sonst nie auf QNAP gekommen.

    Gruß,
    Roman

    • Hallo Roman, ja auch QNAP bietet 2-Schacht Geräte wie z.B das QNAP TS-251 – es bietet unter anderem auch einen HDMI Ausgang: https://www.qnap.com/i/de/product/model.php?II=142

      Zum Thema CloudStation. Du kannst den myQNAPcloud-Dienst benutzen. Für Mobile Geräte und auch Desktop Rechner stehen zudem weitere Werkezuge (QNAP Sync z.B.) zur Verfügung – so kannst du jederzeit auf „deine Cloud“ zugreifen. Und wie bei Synology auch, kannst du natürlich OwnCloud jederzeit installieren wenn dir das integrierte System nicht gefällt.

      • Hallo Bernd,
        danke für die Info. Ich habe mir jetzt auch noch deine ultimative QNAP-Lobhudelei bei YouTube angesehen. Total klasse und sehr informativ. Ich wollte nur kurz sagen: Du hast mich. 😉 Ich habe gerade das QNAP TVS-463 bestellt und werde damit mein altes Syno 212+ ablösen. Je länger ich darüber nachgedacht habe, fand ich die Möglichkeiten, die dieses NAS bietet, einfach zu verlockend. Und dank ordentlichem Prozessor, schneller Netzwerkanbindung und ausreichend RAM bin ich zuversichtlich, dass ich eine deutlich bessere Performance haben werde als bisher.

        Zunächst werde ich das QNAP nur mit 2 Platten á 3 TB im RAID 1 bestücken. Aber wenigstens bin ich so zukunftssicher und kann bei Bedarf noch zwei Platten mit RAID 5 nachschieben. Oder noch eine SSD für maximale Performance. Und die QvPC-Funktion könnte auch einmal nützlich werden. Ich habe damals die Syno als reinen Medienserver gekauft und dann schnell gemerkt, was ich noch damit machen kann (von CloudStation bis zu automatisierten Downloads). Ich schätze, dass ich auch bei den QNAP Technologien schnell auf den Geschmack komme. Denn der Hunger kommt ja bekanntlich beim Essen. 😉

        Tausend Dank an dich für die Inspiration!

        Und mach doch ruhig (wieder) regelmäßig beim Apfelklatsch mit. Es macht echt Spaß, dir zuzuhören!

        • Freut mich das zu lesen – gute Entscheidung. Dann hast du auf jeden Fall für jetzt und später genug Leistung mit dem TVS-463. Weitere Platten kann man ja jederzeit bequem einfach einschieben und das System ausbauen. Ja bei mir war die Synology am Anfang auch erst ein reiner Medienserver, aber wie du bereits geschrieben hast, sobald man merkt das da doch noch viele neue Möglichkeiten existieren beginnt man diese zu nutzen.

          Ich startet jetzt im Mai erst einmal einen neuen Job bei einer neuen Firma – mal schauen wie sich das zeitlich alles einpendelt. Spaß macht Podcasting auf jeden Fall noch 🙂

  3. Hallo Bernd,

    erst einmal herzlichen Dank für das tolle Review. Ich habe aktuell ein QNAP 469 Pro mit dem ich grundsätzlich zufrieden bin. Leider lässt die Prozessorleistung beim Transkodieren mit dem Plex Media Server manchmal etwas zu wünschen übrig, was zu Ruckeln beim Filmschauen führt. Nun überlege ich mir nach Deinem Review den QNAP 463 zuzulegen. Insbesondere die HW-Verschlüsselung und die HW-Transcoding finde ich sehr interessant. Wie bist Du denn mit der Performance insb. beim Plex Media Server zufrieden? Hält dort der NAS was er verspricht, auch bei 1080p? Zudem habe ich auf der Plex-Seite keine AMD-Version der SW für das QNAP gefunden. Welche Version verwendest Du denn hier? Da AMD ja bei NAS noch relativ neu ist, hast Du hier irgendwelche Probleme z.B. bei Plex festgestellt?

    Vielen Dank nochmal
    Frank

    • Hallo Frank, ich nutze die INTEL Version von Plex (Version 0.9.12.1) und hatte bislang keine Problem, auch beim transcodieren nicht. Ich muss es aber mal mit 1080p Dingen probieren da mein gesamtes Material 720p ist.

      Bisher null Probleme mit PLEX, egal ob am SAT-Receiver, iPhone, iPad oder Windows Tablet. Der Server auf dem QNAP läuft anständig stabil und schnell.

      • Lieber Frank, ich habe mir ja auch (wegen Bernds ultimativer Lobhudelei) das QNAP 463 NAS zugelegt und nutze ebenfalls PLEX. Streamen von 1080p ist überhaupt kein Problem. Nur beim Spulen, wenn man gerade einen Film gestartet hat, kommt es manchmal zu kürzeren Wartezeiten. Ich nehme an, dass das daran liegt, dass dann noch nicht genug transcodiertes Video-Material im Buffer ist. Beim Streamen und auch beim Spulen im weiteren Verlauf gibt es keinerlei Probleme.

        Bisher habe ich nur einen kleinen Makel festgestellt. Durch den neuen AMD-Prozessor hat QNAP (entgegen den Infos auf der Produktseite) noch nicht die Kodi-App für die HD Station fertiggestellt. Ich habe beim Support nachgefragt und wurde auf XBMC verwiesen, das aber leider nur in einer für QNAP angepassten Light-Variante vorliegt. Von daher habe ich den „goldigen“ Würfel erstmal wieder aus dem Wohnzimmer entfernt und streame über PLEX, statt mit der HDMI-Schnittstelle direkt in den Fernseher zu gehen. Ist auch ruhiger, weil meine beiden WD Red Pros jetzt nicht mehr so laut rattern und knarzen. Also, naja, das tun sie schon, aber eben nicht mehr bei uns im Wohnzimmer. Aber wie ich dich verstanden habe, wäre PLEX ohnehin für dich erste Wahl. Dann machst du mit dem 463 keinesfalls etwas falsch.

        Vorher hatte ich ein Syno DS 212+, das ich jetzt für TimeMachine Backups degradiert habe. Die Performance durch den schnelleren Prozessor im QNAP ist absolut kein Vergleich. Wenn man beides kennt, liegen Welten dazwischen.

    • Hallo Bernd, hallo Roman,

      vielen Dank für Eure Antworten. Das beruhigt mich 😉 Ich habe mich einmal auf Plex festgelegt, um nicht dauerhaft beides zu pflegen – XBMC/Kodi und Plex. Wobei manche Dinge bei Kodi auch noch interessanter sind, insbesondere mit den Fanarts und Co. Die HD Station nutze ich noch nicht regelmäßig, da sehr eingeschränkt. Da die Power beim QNAP 469 Pro häufig für on-the-fly transcoding nicht ausreichte, habe ich mir einen Intel NUC Client mit OpenElec und Plex angeschafft. Der konnte fast alles nativ abspielen, so dass das Transcoding wegfiel. Vielleicht kann ich den jetzt ersetzen und ein bisschen Strom sparen. Hört sich wirklich alles gut an. Ist halt nur eine Kostensache nochmal das Geld für die neue QNAP in die Hand zu nehmen. Dann will man ja auch schnell neue und größere Platten 😉

      Benutzt Ihr auch die HW-Verschlüsselung?

      • Hi Frank!
        Das Geld in das QNAP NAS zu stecken ist eine echte Überlegung wert. Es ist zwar recht teuer (insb. wenn man es mit größeren Platten bestückt), dafür leistet es auch eine Menge. HW-Verschlüsselung habe ich nicht aktiviert. Zum einen hatte ich Sorge wegen der Performance (insb. beim Streaming mit PLEX), zum anderen bin ich Kontrollfreak und möchte nicht, dass bei einem Zusammenbruch des NAS meine Daten unwiederbringlich verloren sind. Deshalb lieber unverschlüsselt. Meine Backups liegen ebenfalls unverschlüsselt herum, allerdings teilweise verschlossen, auf einem anderen NAS oder in einem anderen Gebäude. Wenn es hart auf hart kommt, möchte ich einfach sicher sein, dass ich leicht wieder an meine Daten komme.

        Die Gefahr dabei: Im Falle eines Einbruchs, hätte ein potenzieller Dieb Zugriff auf sämtliche meiner Daten. Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Man muss einfach abwägen, wie wichtig einem diese zusätzliche Sicherheit ist. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu blauäugig.

        Aber wenn man wie ich schon den Tag erlebt hat, an dem die Platte des iMacs mit einem lauten Krächzen die Grätsche macht und dann feststellt, dass das TM-Backup nicht lesbar ist, ist man froh, nur ein paar Tage vorher ein CarbonCopyCloner Backup angefertigt zu haben, das man dann in Null-Komma-Nix einspielen kann. Zwei Tage Bildbearbeitung zu verlieren ist schon ärgerlich genug. Aber wenn plötzlich die ganze Festplatte unwiederbringlich verloren sein sollte – nicht auszudenken. Und ein NAS schützt zwar bei genügend Platten vor einem Hardwaredefekt der drehenden Laufwerke. Gegen einen Controller-Defekt im NAS selbst schützt es aber nicht. Das hatte ich auch schon bei einem anderen Hersteller. Da war dann tatsächlich alles weg. Zum Glück waren das nur aufgenommene TV-Sendungen. Das konnte ich leicht verschmerzen.

        Mein Motto: Im Falle eines Fehlers möchte ich an meine Daten. So einfach wie möglich.

        Und noch etwas: Wenn du dir doch überlegen solltest, die HD Station nutzen zu wollen, dann achte bei den Platten, die du einsetzt, auf die Geräuschkulisse. Ich habe mich für WD Red Pro Laufwerke entschieden, weil die recht unanfällig im NAS-Betrieb sein sollen und zudem mit 7.200 Umdrehungen auch vergleichsweise schnell am Werk sind. Eigentlich perfekte Platten, aber leider auch laut. Zu laut jedenfalls für unser Wohnzimmer – meint meine bessere Hälfte. Und definitiv zu laut, um Filme zu schauen – meine auch ich. Ich werde demnächst mal schauen, ob sich etwas verbessert, wenn ich eine SSD zusätzlich hinzufüge. Vielleicht wird dann während des HD Station Streamings weniger auf die anderen Platten zugegriffen. Mal sehen. Wenn es etwas bringt und das QNAP NAS doch wieder ins Wohnzimmer darf, werde ich berichten. 😉

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