Glasswire – mehr als nur eine schöne Windows Firewall

Sicherheit und das gute Gefühl zu wissen was auf meinen Computer passiert ist für mich wichtig. Das gilt für macOS wie auch Windows, für letzteres vielleicht sogar etwas mehr. Auf meinen Macs läuft bei mir immer Little Snitch und auf meinen Windows Systemen Glasswire, denn ICH will die Kontrolle haben über das was rein und raus geht von meinem Rechner.

Auch wenn Windows 10 mit dem Creators Update einen wesentlich besseren Defender erhalten hat und dieser auch seinen Zweck erfüllt, möchte ich mehr Informationen haben. Mit Glasswire habe ich eine solide & optisch ansprechende Sicherheits-Lösung für mich gefunden.

Anmerkung: Glasswire alleine ist nicht als alleiniger Schutz gedacht. Es ist ein Baustein in der Absicherung und Überwachung des eigenen Rechners oder von Servern. Mein gesamtes Sicherheitskonzept werde ich in einem getrennten Artikel aufführen (und auch an dieser Stelle verlinken sobald dieser live ist).

Glasswire

Screencast

Glasswire

Mal abgesehen von der Optik, ist Glasswire neben einem Netzwerk-Monitor auch eine gute Firewall die mit vielen Funktionen eine stabile Basis für Sicherheit bietet. Sämtliche Vorgänge werden in einer Historie gespeichert, sodass ihr auch später noch nachvollziehen könnt was wann passiert ist und welche Applikationen daran beteiligt waren.

Glasswire

Ich selber nutze Glasswire Elite. Wobei sämtliche beschriebenen Vorgänge auch bereits in der Basic Version vorhanden sind. Manche Funktionen sind in der kostenlosen Variante nicht verfügbar.

Kostenlos vs Basic, Pro, Elite

Glasswire ist in einer eingeschränkten Basis Version kostenlos. Allerdings bietet bereits die Basic Version für aktuell $49,- einige Funktionen die meiner Meinung nach wichtig sind und in der kostenlose Variante nicht verfügbar wie z.B. Verbindungserlaubnis.

Ihr könnt euch Glasswire hier herunterladen.

Glasswire

Glasswire Features

Glasswire

Diagramm-Ansicht

Das Glasswire das Thema Firewall anders angeht, sieht man an einem der Hauptelemente der Applikation. Die Diagramm-Ansicht ist ein fortlaufendes Band, dass die Netzwerkaktivitäten eures Systems aufzeigt. Wenn ihr mit der Maus darüber geht erhaltet ihr zusätzliche Information. Wer möchte kann auch eine Mini-Diagramm-Ansicht auf seinem Desktop platzieren.

Glasswire

Klassische Übersicht

Eine klassische Ansicht ist in Glasswire ebenfalls vorhanden. Hier erhaltet ihr dann eine ausführliche Übersicht sämtlicher Vorgänge.Glasswire

Sicherheit – der Werkzeugkasten

Mit einer Reihe an Werkzeugen ausgestattet um die Sicherheit des Systems zu überwachen und zu kontrollieren wird der Benutzer auf Veränderungen hingewiesen und kann bei Bedarf eingreifen.Glasswire

Dies beinhaltet Änderungen am File-System, Gerätelisten, Applikations-Veränderungen, ARP-Spoofing und DNS-Änderungen. Ebenso wird überwacht ob mit schädlichen Servern/Domains kommuniziert wird.

Glasswire

Disrekte Hinweismeldungen

Disrekte Hinweismeldungen informieren den Benutzer über jegliche Veränderungen.

Glasswire

Netzwerk Zeitmaschine

Zu jeder Zeit ist nachvollziehbar welche Applikationen welchen Traffic verursacht und dank des Diagramm-Verlaufs bzw. der Netzwerk-Zeitmaschine ist dies auch rückwirkend möglich.

Glasswire

Welche Gerät sind im Netzwerk aktiv?

Mit dieser Übersicht man was im eigenen Netzwerk passiert.

Glasswire

Einstellungen

Glasswire versucht den Benutzer langsam an das Thema Firewall heranzuführen, das bedeutet eine einfach zu benutzende Oberfläche die nicht überfordert. In den Einstellungen kann man per einfacher Schieberegler Änderungen vornehmen.

Remote Überwachung

Eine coole Funktion ist die Remote Überwachung. Wenn ihr diese aktiviert, könnt ihr nicht nur den lokalen Rechner überwachen, sondern auch andere Rechner. Entweder im lokalen Netzwerk oder außerhalb eures Netzwerks. Ich überwache hiermit z.B. noch einen anderen Windows Rechner der unter meiner Obhut steht.

Glasswire

Je nach Version könnt ihr verschieden viele (3, 10 oder unbegrenzt) Remote-Verbindungen einrichten.

Fazit

Glasswire eine gute Firewall und ein erlaubt es mir mein Netzwerk zu überwachen. Die Optik ist ansprechend, bleibt allerdings nicht hinter den Funktionen zurück.

Ich empfehle die kostenlose Version einfach mal zu installieren und sich näher anzuschauen. Richtig sinnvoll ist allerdings der Einsatz erst mit der Basic Version, da dann auch wichtige Funktionen wie die Verbindungs-Erlaubnis zur Verfügung stehen.

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Bewertung 4 Sterne aus 7 Meinungen

Bernd

Mensch, Mann, Blogger, Screencaster, Gadgeteer, Early Adopter, Xbox, Mac / Android User & MacDaddy. Co-Founder von drei Kindern. Besitzer von rosenblut.org und sehr aktiv bei YouTube, Twitter, Google+ und natürlich gibt's auch eine Facebook Fanpage für den Blog. Sollte euch mein Artikel gefallen haben, würde ich mich freuen wenn ihr bei eurem nächsten Einkauf bei Amazon diesen Link benutzt. Für euch ändert sich nichts (Kaufpreis bleibt unverändert) und ich erhalte ein kleines Taschengeld.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich sehe das Thema Firewall eher kritisch und in vielen Fällen wird damit nur etwas verschlimmbessert.

    Beispiel Little Snitch
    Little Snitch installiert, um den Netzverkehr lesen zu können, eine Kernel-Erweiterung (kext). Dadurch hat Little Snitch root-Rechte. Little Snitch schaut sich jeden Netzverkehr an und ist darum durch jeden beliebigen Netzverkehr angreifbar. Die root-Rechte versprechen bei Erfolg fette Beute: Die volle Kontrolle über Little Snitch und den Rechner.

    Wer sein System absichern will, sollte nicht dessen Angriffsoberfläche erhöhen, sondern reduzieren. Je weniger Software mit root-Rechten läuft, desto besser. Das ist ein ureigenes Unix-Prinzip. Wer sein System mit 3rd-Party-Kexts zusemmelt, kann gleich ein Einladungsschild außen anbringen, denn in jeder Software sind Fehler. Man kann das Risiko nur minimieren, indem man möglichst wenig unter root laufen läßt.

    Mehr Infos zu dem Thema in diesem sehr guten Artikel:
    http://www.macmark.de/osx_firewall_nonsens.php

    Antworten

  2. „Mein gesamtes Sicherheitskonzept werde ich in einem getrennten Artikel aufführen (und auch an dieser Stelle verlinken sobald dieser live ist).“

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich freue mich sehr, bald mehr über dein Sicherheitskonzept zu erfahren!

    Antworten

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