Backup-Mania: Wie ich sichere – und du?

Wenn man einmal die Situation hatte ( zugegeben nur in meiner Windows Zeit, aber es ist immer nur eine Frage der Zeit bis es auch auf meinen Macs passiert ) wo man eigentlich nur mal eben was kopieren, was im Internet suchen wollte und schwups – eine der Festplatten fällt aus. Alle Daten weg. 

Natürlich beginnt dann erstmal die Rettungskette. Neustarten. Rechte reparieren. DiskWarrior oder ähnliche Tools kommen zum Einsatz und wenn man Glück hat kann man noch etwas retten. Aber was tun wenn alles zu spät ist? Tja, hoffentlich daraus lernen und zukünftig reguläre Backups machen um bei Hardware Defekten eine Sicherung zu haben.

Wenn es zu Backups kommt sind die meisten Menschen ( ich eingeschlossen ) einfach nur faul. Es gibt zich Lösungen, aber entweder wissen wir nicht davon oder denken “naja mir passiert schon nichts”. Falsch! Fakt ist das es nur eine Frage der Zeit ist bis die Festplatte den Geist aufgibt

Wie Günther hier in den Kommentaren bereits geschrieben hat gibt es verschiedene Gründe für ein Backup und vor allem sollte man die wichtigsten Daten nicht nur lokal sondern auch ausserhalb des Hauses gesichert haben. Nach einem Feuer dürfte so ziemlich jede Festplatte defekt sein. Wenn man wie ich über 4000 Bilder seiner Kinder gesichert hat wäre es ein riesiger, unwiederbringlicher Verlust. Dazu kommen Dokumente jeglicher Art, Musik und so weiter.

 

Meine Strategie:

TimeMachine: Seit Leopard  gibt es Time Machine. Ein einfaches, aber nützliches Tool. Sobald man eine externe Festplatte (das erste Mal) an einen Mac mit Leopard anschließt wird gefragt ob diese Platte als TimeMachine Backup benutzt werden soll. Bestätigt man dies wird als erstes ein komplettes Backup der (internen) Festplatte erstellt. Danach wird jede Stunde ein Backup (inkrementell) erstellt. Nach 24 Stunden wird ein Tages Backup aus den stündlichen plus Differenz erstellt. Nach 7 Tagen ein Wochen Backup, etc. Bis die Platte voll ist. Danach löscht TimeMachine die ältesten Backups. So hat man in der Regel ein super aktuellen Stand seiner Daten. Wenn man ein MacBook hat erstellt TimeMachine seine Backups natürlich erst wenn die externe Platte wieder angeschlossen wird.

MobileMe: Dank meiner MobileMe Mitgliedschaft kann ich dort meine Kontakte, Favoriten und weitere persönliche Daten sichern. Mit dem Program Backup, welches man als MobileMe Kunde kostenlos nutzen kann kann man so ziemlich alles mit MobileMe sichern. Das Program erlaubt zudem noch viele Einstellungen um z.B. bestimmte Daten auf eine weitere ext. Platte zu speichern ( was ich nicht nutze ).

SuperDuper!: Mindestens einmal pro Woche mach ich auf eine externe Firewire Platte ein 100% Backup meines Systems – inklusive aller Programme, Daten, etc. Der Vorteil an SuperDuper! das erstellte Backup ist sofort bootbar! D.h. ich kann meine ext. Firewire Platte jederzeit anstöpseln und davon booten.

Flickr: Meine gesamten Bilder habe ich zusätzlich noch bei Flickr gesichert, in voller Auflösung. Dies geht wenn man ein Profiaccount dort hat. Im Profi Account ist kein Limit auf den Anzahl & Größe der Bilder. Durch die Privatsphären Einstellungen sieht natürlich nicht jeder die Bilder – sondern nur die die ich freigebe.

Dreambox & Transmit: Seit Jahren besitze ich den SAT-Receiver Dreambox 7000, damals habe ich eine 500GB Festplatte dort verbaut, eigentlich zum aufnehmen von Filmen, was ich aber nur noch sehr selten mache. D.h. ich habe hier einiges an Speicherplatz zur Verfügung. Damit dieser nicht brach liegt benutze ich Transmit und synce hier zusätzlich meinen Benutzer Ordner (Dokumente,Musik,Bilder).

Ich habe für mich diese Backup Strategie entwickelt die mich beruhigter auf eine zukünftige defekte Festplatte oder anderweitige Hardware Probleme schauen läßt. Wie schaut eure Strategie aus? Was könnt Ihr empfehlen?



9 Antworten auf „Backup-Mania: Wie ich sichere – und du?“

  1. Also ich vertraue mit meinem Macbook zum einen auf TimeMachine (über WLAN und meine Airport Extreme) als auch auf Mobile Me für Adressen, Termine etc. Desweiteren liegen meine Fotos aus Lightroom noch zusätzlich auf einer FireWire Festplatte, die an meinem WinXP Rechner (neeeeiiiiinnn, bitte keine Kommentare diesbezüglich, das sind Altlasten! *g*) hängt.

  2. Backup sollte gegen folgende Ursachen schützen :
    – Defekte
    – Fehlbedienungen
    – Diebstahl
    – Feuer und Wasser schäden
    – Überspannungsschäden

    Für die letzten 3 sollte das Backupmedium aus dem Haus !

    Was nützt ein Backup das ein Dieb bleich mit dem Macbook mitklaut ?

  3. Das sind sehr gute Punkte, welche ich nicht in meinem Artikel direkt erwähnt habe.

    Aus diesem Grund werden bei mir z.B. die Bilder und persönliche Dokumente bei MobileMe gesichert – Hauptsache noch eine weitere Sicherung “in der Internet Wolke”.

  4. Witzig das du den Drobo erwähnst. Der ist ebenfalls ein Traum von mir. Im Büro setzen wir einen mit 6TB ein. Das wäre der “lokale” Datensicherungstraum für mich – der, wie du bereits erwähnt hast, jedoch relativ teuer ist.

    Der Vorteil liegt natürlich auf der Hand. Ein Gerät. Riesiges Datenvolumen. Raid. Defekte Platte raus. Neue rein. Fertig. Weiter sichern…

  5. Zugegeben auch ein bisschen -aber nur ein klitzekleines bisschen 😉 -optisch bedingt.
    Es gibt ja einen langen Erfahrungsbericht zu dem Teil und es scheint schon sein Geld wert zu sein.
    Trotzdem: Kein System ist 100% sicher – irgendwie.
    Fotos, etc. für mich nicht wichtig. Berufliches ist der Worst Case. Zum Glück liegen Websites i.A. auch irgendwie online…

  6. Hallo rosenkrieger,

    ich hätte da mal eine Frage zu SuperDuper! – vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen.
    Auf meiner externen Festplatte habe ich mir eine 100 GB große Partition für SuperDuper! eingerichtet. Da ich zunächst die kostenlose Variante von SuperDuper! nutze, stehen mir auch keine inkrementelle Backups zur Verfügung. Wenn ich jede Woche/Monat ein Backup meines gesamten Systems vornehme, werden die vorhandenen Backups überschrieben oder zu den bestehenden hinzugefügt?

    LG
    Jens

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