Der elektronische Mensch

Die goldene Regel, die eigentlich jedem Menschen von den Eltern, Kindergarten Betreuern und Lehrern beim aufwachsen mit auf den Weg gebeben werden sollte ist: Behandele andere wie du selber behandelt werden willst. Stell dir einfach mal vor wie sich die andere Person fühlt wenn du etwas zu ihr sagst.

Tipp: Wer nicht lesen will kann es sich auch einfach anhören

Im Internet ist es sogar noch einfacher. Denke an den Menschen!

Wir kommunizieren elektronisch, alles was wir sehen ist ein Computerschirm, das Display unseres iPhones. Gelesener Text kann nicht viele Emotionen, keine Gesichtszüge ( ausser mit ein paar lumpigen Smilies ) aufzeigen. Es sind nur Worte, einfach nur Worte die du hast um deinem Gegenüber etwas mitzuteilen.

Wenn wir uns online unterhalten, egal ob es per eMail ist, auf Facebook, Twitter odere anderen Diensten, ist es eine Leichtigkeit etwas falsch zu verstehen. Und leider vergisst man allzuschnell, dass man keiner eMail Adresse, keinem Avatar antwortet sondern einem Menschen.

Es ist schon ein wenig ironisch. Das Internet mit all seinen Diensten bringt wildfremde Mensche zusammen. Menschen die sich in der realen Welt wohl nie begegnen würden. Unterschiedlichste soziale Schichten die normalerweise nie an einem Tisch zusammen Platz nehmen würden.

Manche Internetnutzer benehmen sich im Netz wie Autofahrer: Sie fluchen und machen obzöne Gesten, genau wie ein Wilder. Die meisten würden das nie auf der Arbeit oder Zuhause machen – aber sie tun es im Netz. Denn sie haben vergessen was es heißt Mensch zu sein.

Stell dir einfach vor – würdest du was du im Internet sagst auch der Person ins Gesicht sagen wenn sie vor dir steht? Und bevor du vorschnell antwortest, überlege genau – denn wie man in den Wald hinruft so ruft es meistens heraus.

Evtl klinge ich wie ein Rentner der mit seinem Kissen am Fenster die spielenden Kinder mit seinem Sprüchen auf die Nerven geht, aber ich bin erzogen worden mich zu bedanken und die Wörter Bitte  & Danke kommen in meinem täglichen Wortschatz öfters vor. Manche sollten das einfach mal ausprobieren, es tut wirklich nicht weh. Wenn ich eine Frage stelle und mir jemand hilft bedanke ich mich. Ein kurzes, knappes DANKE!

Und hiermit möchte ich mich bei allen bedanken und ein Danke an euch die ich in 2009 vergessen habe! Ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes Fest und einen Guten Rutsch!

22 Antworten auf „Der elektronische Mensch“

  1. Hallo Bernd!
    Stimme Dir 100% zu.Das Internet ist eine großartige Erfindung,aber es stecken immer
    Menschen dahinter.Wie im richtigen Leben gibt es gute und weniger gute.
    Aber trotzdem macht es unheimlich viel Spass mit Twitter Flickr und anderen.

    Alles Gute in 2010 !

    Freue mich auf weitere Beiträge vom” Rosenkrieger”

  2. Klasse geschrieben/gesagt und ausgedrückt! Hoffe du machst noch lange mit so tollen Beiträgen weiter, ist sicher zeitlich nach dem Job nicht immer so einfach alles unter einen Hut zu bekommen.

  3. Danke fuer die schoenen Worte, wuensche dir auch ein frohes Weihnachtsfest. Hoffentlich denkt sich der eine oder andere etwas dabei, wenn er/sie sich deinen Text durchliest oder anhoert.

    schoene Gruesse aus Oesterreich
    Allan

  4. Du hast ja sooo Recht 🙂
    Jeder sollte darüber nachdenken bevor er jemanden was an den Kopf wirft. Und selber mal schauen, ob man sowas selbst von anderen lesen möchte…

    Wünsche Dir ebenso ein frohes Fest im Kreise Deiner Lieben.

    Beste Grüße
    Lasse

  5. Bernd,

    das ist ein schöner Text und eine gute Gelegenheit Dir zu danken denn aus deinem Blog oder Twitter Stream habe ich 2009 einiges für mich Neues und Interessantes erlesen können – und das ist ja heute eine Seltenheit im Internet wo an sonst an jeder Ecke 10x das selbe steht.

  6. Für jedes “WOW”, für jedes “boah ist ja cool”, für jedes “das hätte ich jetzt nicht gedacht”, welche dank deiner Website auf meinem Gesicht zu lesen war, DANKE.

    Hoffe von dir auch im Jahr 2010 mit tollen Beiträgen.

    Ps. Wünsche allen ein gesundes und glückliches Jahr 2010 …

  7. Servus Bernd,

    DANKE für den sehr schönen Text der mal wieder etwas zum Nachdenken anregt. Auch noch mal ein FETTES DANKE für deine Arbeit die du in den Blog und Screencast investierst. Mach weiter so und bleib wie du bist.

    Wünsche auch dir und allen anderen hier ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2010.

    Apfelalex

  8. Ein sehr guter Text… darin steckt inhaltlich genau das, was ich bei virtuellen Streitigkeiten versuche darzulegen, um die Wogen zu glätten. Wirklich sehr gut und treffend, top.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie schöne Feiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und weiterhin den verdienten Erfolg mit Deinem Blog.

  9. Ehrlich gesagt hab ich noch nie so wirklich drüber nachgedacht ob ich einer Person das was ich ihr im Netz schreibe auch ins Gesicht sagen würde. Und wie du schon gesagt hast, wenn man sich mit einer Person unterhält, sieht man ihr Gesicht und sie ist wirklich da, wenn man jedoch über Netz mit ihr kommuniziert, dann hat man ein Display vor sich, wo ist da die Persönlichkeit bei? Auch die Emotionen werden vermisst, die durch die angesprochenen “lumpigen Smilies” ersetzt werden, doch sie sind kein Ersatz. Dein Text hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht…
    Frohe Feiertage und ein fröhliches 2010
    mfg
    Sassan

  10. … vielen DANK für Deine vielen Screencasts, die ich manchmal mehrmals angesehen habe, bis ich es “geschnallt” hatte. Du hast eine sehr angenehme Stimme, der ich gerne zuhöre! Von Dir kann ich noch viel lernen! Danke und viel Erfolg für Dich im Neuen Jahr 2010!!!
    Gerhard

  11. Hallo Bernd,

    du sprichst mir so aus der Seele mit Deinem Kommentar! Ich beobachte schon seit längerer Zeit einen Verfall der “guten Umgangsformen” im Internet. Wir sollten wieder zu einem Miteinander füreinander finden. Jeder kann von jedem lernen. Doch frage ich mich auch oft ob das so durch die jüngere Generation gewünscht ist? Das “profilieren”, dass eigene Profil oder “ICH” in den Vordergrund zu stellen scheint heute wichtiger zu sein …

    Danke für Deine Kommentare und Hinweise. Weiter so mit Deiner hervorragenden Arbeit / Hobby (?).

    Grüße, oliver

  12. Exakt das ist der Punkt! Menschen lieben einfach ihre Anonymität im Internet, sie lieben es, ein Mensch zu sein, der so genau das Gegenteil von dem macht, was man selber machen würde.

    Erst letztens hatte ich eine kleine Konversation mit einer wirklich netten Dame. Sie war wirklich sehr überrascht, wieso ich sie sieze. Sie meinte zu mir, dass Leute wie ich – und wie einige anderen auch – keine Häufigkeit mehr sind. Menschen in der visuellen Welt (Community, Chats etc.) kennen kein Danke, keine Rechtschreibung- und Grammatik, kein Benehmen, ja, einfach nichts und das ist wirklich sehr traurig.

    Hiermit bedanke ich mich bei euch für’s Lesen und bei dir rosenkrieger, für deinen netten und auf den Punkt genau getroffenen Blogeintrag!

    In dem Sinne, schönen Tag noch.

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