3D-Druck(er) – Die Top 5 Fragen und Antworten

Seit ich vor sehr kurzer Zeit mit dem 3D-Druck angefangen habe, durfte ich bereits viel lernen und aufgrund meiner Aktivitäten bei Twitter, Instagram und YouTube haben mich nun einige Mails mit Fragen zu dem Thema erreicht.

Das Interesse bei vielen von euch ist auf jeden Fall geweckt und ich werde mein bestes geben zu helfen obwohl ich selber noch viel zu lernen habe. In diesem Artikel geht es um typische Anfänger-Fragen, wie ich sie mir selber noch vor 2 Wochen stellte.

Kosten gute 3D-Drucker nicht ein Vermögen?

Kurze Antwort – Nein. Mittlerweile haben sich einige Hersteller etabliert die vergleichsweise günstige Geräte auf dem Markt anbieten. Das günstig nicht gleich schlecht sein muss beweist z.B. der Hersteller Creality mit der Ender Serie. Mein eigener Ender 3 Pro z.B. kostet keine €225,- (bei eBay* z.B. Neu vom Händler) oder bei Amazon.

Wenn du dir den gleichen Drucker wie ich, den Creality Ender 3 PRO, kaufen willst achte auf jeden Fall darauf das es das PRO Model und nicht der normale Ender 3 ist. Das PRO Model hat ein magentisches/beheizbares Bed (die Druckfläche) und weitere Verbesserungen.

  • Achtet beim Kauf bei eBay bitte darauf das ihr einen Händler mit deutschem Lager wählt. So ist der Versand zügig und ihr müsst euch nicht um Zoll und Co kümmern! Viele Asia Händler auf eBay haben speziell für die Drucker Deutsche Lager (meiner kam z.B. aus Hamburg)

Verbrauchen solche Geräte nicht unheimlich viel Strom?

Jein. Es kommt auf das Gerät und die Einstellungen ein. Grundsätzlich kann man bei einem normalen Druck (210 Grad Temperatur der Düse, 60 Grad Bed Temperatur, Laufzeit 24 Stunden) mit Kosten von ca. 1,2 bis 1,5 kWh rechnen (für die gesamten 24 Stunden!)

Muss ich die Modelle zum drucken selber erstellen?

Nein. Dank einigen Websites wie Thingiverse oder MyMiniFactory und vielen anderen gibt es eine praktisch unendlich große Auswahl an bereits fertigen Vorlagen die man einfach laden kann und sofort druckt.

Dabei sind ein wirklicher Großteil der Vorlagen kostenlos, es gibt allerdings auch Vorlagen die Geld kosten.

Wirklich geniale Premium 3D-Modelle gegen Bezahlung gibt es bei Zsculptors die Modelle dort sind absolut sagenhaft, kosten allerdings etwas.

Was für Software benötige ich?

Grundsätzlich benötigst du eine Slicer Software. Diese sorgt dafür das eine 3D-Vorlage in GCode umgewandelt wird welche zum drucken dient. In diesem GCode packt die Slicer Software auch Anweisungen die für deinen Drucker gelten.

CURA ist die wohl beliebteste Slicer-Software und ist zudem absolut kostenlos. Sie wird bereits seit Jahren vom Drucker Hersteller Ultimaker angeboten. Egal ob ihr macOS, Windows oder Linux benutzt – für alle gibt es CURA.

Simplify3D ist ein Slic er den man sich kaufen kann. Die Software hat viele interessante Funktionen und Erweiterungen die man nicht unbedingt bei CURA findet. Zudem kann man hier mehr Feintuning vornehmen um seine Drucke zu beschleunigen ohne die Qualität zu beeinflussen. Auch Simplify3D ist für macOS, Windows und Linux verfügbar.

Was für Material benötige ich und wo bekomme ich das her?

Je nach Drucker kannst du unterschiedliches Filament (das ist das Material zum Drucken) benutzen. Den Einstieg macht wohl jeder mit PLA ( Polylactid) dann gibt es noch ABS, PETG, Nylon, TPU, Polycarbonate (PC) und auch exotische Filamente wie Holz, Metal, Fluoreszierend, Elektrisch Leitfähig, Magnetisch, Farbwechselnd und Keramik sind verfügbar.

Meine Empfehlung ist auf jeden Fall. Starte mit PLA und taste dich langsam an die Möglichkeiten deines Druckers heran. Erst dann probiere die anderen Filament Arten aus. Denn jedes Filament benötigt bestimmte Voraussetzungen.

Filament kann man mittlerweile sogar in Baumärkten kaufen, wobei ich davon abrate den dieses Filament ist meistens überteuert für die Qualität und die Gramm die dort angeboten werden.

Besser ist es das ganze online zu bestellen. 3DJake bietet zum Beispiel eine riesige Auswahl an Filament an. Auch Sondersachen wie z.B. Satin-PLA Filament oder Glitter-PLA Filament sind dort zu bekommen (das probiere ich aktuell aus, ein Video dazu gibt es demnächst!)

Wie geht es weiter?

Ich teste aktuell verschiedene Filamente von unterschiedlichen Herstellern/Shops. Ebenso arbeite ich an einem DIY Gehäuse aus IKEA Teilen für den Creality Ender 3 PRO 3D-Drucker. All das werde ich in zukünftigen Artikeln und Videos verarbeiten.

Fragen, Tipps oder Hinweise zum Thema 3D-Drucke nehme ich gerne in den Kommentaren und auf Twitter entgegen.

Gerne könnte ihr auch meine Makes bei Thingiverse mitverfolgen, dort veröffentliche ich nach und nach immer wieder Dinge die ich hergestellt habe.

3 Antworten auf „3D-Druck(er) – Die Top 5 Fragen und Antworten“

  1. Hallo Bernd,

    mit welcher Software hast du deine eigenen 3D-Modelle erstellt?
    Mit cura konnte ich bestehende Projekt sehen, aber keinerlei Veränderungen an den 3D Modellen durchführen.

    Wäre toll, wenn du über die Erstellung deiner eigenen Modelle berichten würdest!!

    Gruß und Danke für deinen Blog!

  2. Hi – aktuell spiele ich mit Autodesk Fusion 360, für Privat-Personen gibt es hier eine kostenlose Lizenz. Wenn ich mal etwas besser damit umgehen will möchte ich das ganze gerne in einem Video vorstellen.

    https://www.autodesk.de/products/fusion-360/free-trial

    Man installiert sich die Demo-Version und klickt dann auf kaufen, da gibt es dann eine Option um zu prüfen ob man eine kostenlose Version bekommen kann (man wird gefragt ob man Student, Lehrer, Startup, Nutzung privat oder geschäftlich, etc.)

  3. Hallo Bernd,

    das hat funktioniert! Vielen Dank.
    Werde mich in den kommenden Wochen mal mehr mit Fusion beschäftigen. Ich bin auf dein Video gespannt!

    Grüße!

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