3D-Druck: Warum man ein Glass-Bed nutzen sollte

Ich habe in letzter Zeit viel über den 3D-Druck gelernt. Einige Fehler habe ich ebenfalls gemacht und in einem kommenden Video werde ich diese ansprechen, einfach damit ich anderen helfen kann sich den ein oder anderen Frustmoment zu ersparen.

Eine Sache die ich gleich hätte machen sollen – mir ein Glass-Bed, also die Druckauflage, zu bestellen. Diese kosten relativ wenig und es geht sogar noch günstiger wenn man mit einem Glas-Schneider umgehen kann.

Zu Beginn war ich begeistert von der Magnet-Matte des Ender 3 Pro. Sie lässt sich von der Druckplatte nehmen und man kann seinen Druck dann einfach lösen – allerdings ist diese Matte auch einer der Schwachpunkte, zumindest nach einigen Drucken. Denn die Oberfläche dieser Matte ist relativ rau und nach einigen Drucken kaum noch sauber zu halten. Ebenso verliert die Matte bei höheren Temperaturen Stück für Stück seine magentische Wirkung – was dann zu Wölbungen führt und das ist ganz und gar nicht gut für einen sauberen 3D-Druck. Das ganze schaut dann so aus.

Die Optik ist die eine Sache, damit könnte ich leben, allerdings verliert die Matte eines der wichtigsten Aspekte nach einiger Zeit – die Haftung des Filaments. Die Haftung ist praktisch der heilige Gral des 3D-Drucks – wenn die erste Layer (also Druckebene) nicht korrekt haftet ist der gesamte Druck verdammt. Mit solch einer Matte war ich also nur noch frustriert, weil egal was ich ausprobierte, nichts wollte mehr richtig haften. Ich war schon bereit das Gerät aus dem Fenster zu werfen.

Nun tat ich also das was mein Kumpel mir von Anfang geraten hatte – ich habe mir ein Glas-Bed bestellt. Das ist nichts anderes als eine zugeschnittene Glasplatte die man mit großen Büroklammern auf das Heizbett des Druckers legt und fixiert.

Die Vorteil von Glas sind wirklich nicht zu verachten.

  • Absolut Plane Fläche
  • Einfache Reinigung mit Alkohol
  • Nach Abkühlung löst sich der Druck praktisch von selbst
  • Sehr gute Haftung des Filaments

Mein Glas-Bed habe ich mir bei eBay bestellt und es hat €17,- gekostet. Es geht jedoch auch günstiger. Viele schwören auf die Spiegel-Fliesen von IKEA , um diese zu nutzen muss man mit einem Glasschneider umgehen können.

Da ich das nicht kann, habe ich mich für diese Glas Variante entschieden. Bin aber dennoch sehr froh das getan zu haben. Den seitdem haften die Drucke viel besser und vor allem kann ich die Oberfläche sehr schnell sauber bekommen damit sie perfekt für den nächsten Druck ist.

Zur Reinigung habe ich mir noch den folgenden Isopropanol 99,9% Isopropylalkohol bestellt.

Damit lässt sich das Glas perfekt und rückstandslos reinigen, das erhöht die Haftung und grundsätzlich sollte man so etwas im Haus haben, da es sich auch für andere Reinungsaufgaben sehr gut eignet (ich reinige damit z.B. das Alu meiner MacBooks und MacMinis)

Meine Empfehlung ist daher, um euch zukünftigen Frust gleich zu ersparen, besorgt euch möglichst zügig eine Glas-Platte für euren 3D-Drucker. Egal ob direkt zugeschnitten oder wenn ihr handwerklich geschickt seid eine einfache Spiegelfliese. Es lohnt sich auf jeden Fall.

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