3D-Druck: Kleinen Dinge die einen verzweifeln lassen

Mit viel Eifer habe ich meinen ersten 3D-Drucker aufgebaut. Auch wenn ich kein Elektronik Fachmann bin und handwerklich eher im unteren Bereich anzusiedeln bin – ich habe die Kiste zusammengebaut.

Besser noch – ich habe damit so ziemlich von Anfang an erfolgreich drucken können. Dann musste ich eine Kreativ-Pause machen. Nach der Pause wollte ich wieder mal etwas drucken – doch nichts klappte. Ich bekam nur den gefürchteten Filament-Salat und wenn es mal gedruckt hat mit der ebenso gefürchteten “Under-Extrusion” – sprich es kam nicht genug Filament für den Druck durch.

Was war los? Ich hatte doch nichts verändert. Also erst einmal die Grundsache machen die jeder der einen 3D-Drucker nutzt macht. Das Bed leveln…

Da ich nicht der absolute 3D-Drucker Profi bin habe ich mir Rat geholt, von der Person die mich überhaupt zum 3D-Drucker gebracht hatte. Ein Kumpel und mittlerweile Arbeitskollege. Er kam zufällig geschäftlich in die Gegend und hatte angeboten sich mein Problem mal anzusehen.

Damit das Leveling leichter von der Hand geht hat er mir als erstes mal einen Bootloader auf das Mainboard gebracht und dann gleich noch die Firmware mit der TH3D geflasht.

Dann das erste Leveling. Lief alles sauber. Aber ein Test (mit der neuen Firmware) mal 10mm zu “extrudieren” brachte ein Problem zu Tage… da kommt nicht wirklich viel raus.

Das Problem war dann auch schnell gefunden.

Der Kunststoff-Arm des Extruders war gebrochen. So konnte dieser keinen Druck aufbauen um das Filament überhaupt korrekt zuzuführen. Da hilft auch das beste Leveling nichts. Wenn kein Filament rüberkommt ist Schluss mit drucken.

Die Lösung

Das der Hersteller praktisch eine Soll-Bruch-Stelle mitliefert ist etwas enttäuschend, denn eine kurze Recherche zum Ender 3 und dem Extruder Arm liefert eindeutige Ergebnisse. Die Frage ist nicht ob der Arm bricht sondern wann er das tut.

Also ruck zuck auf Amazon und nach dem passenden Ersatz gesucht – aber aus Metal. Diese Kits sind komplett und ersetzen die komplette Einheit. Nun aber aus Metal.

So ein Kit kostet nicht die Welt ( weniger als €13,- ) und einmal installiert hat man keine Probleme mehr mit dem Extruder-Arm.

Hätte ich das vorher gewusst, wäre eine meiner ersten Erweiterungen dieses Kit gewesen um gleich vorweg solche Probleme zu umgehen.

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Ender 3 Pro Metal Extruder Upgrade Kit Anleitung

Weil die Anleitungen die manche Lieferanten beilegen nicht wirklich hilfreich sind habe ich mich in diesem Fall, wie so oft, direkt an YouTube gewandt. Mit Hilfe von diesem Video (Englisch) konnte ich das ganze dann auch zügig verbauen.

Fazit

Die paar EURO für den All-Metal-Extruder Upgrade Kit haben sich gelohnt. Nun druckt der Ender 3 Pro wieder wie er soll und meine Flüche der Vergangenheit sind vergessen.

Ich bin immer noch enttäuscht das Ender hier faktisch eine Soll-Bruch-Stelle mit verkauft. Günstiger Drucker hin oder her, lieber ein paar EUR teurer machen – dafür dann aber ein Problem nicht mitliefern.

Der Extruder muss einfach aus Metal sein. Punkt. Aus. Amen.

Letzte Aktualisierung am 21.08.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Eine Antwort auf „3D-Druck: Kleinen Dinge die einen verzweifeln lassen“

  1. Schöner Bericht!
    Einen Metal Extruder habe ich in meinen Ender3 auch eingebaut. Und dann kam das nächste Problem, welches per Design kommt: Filament-Stau im Hotend – schief abgeschnittener PTFE-Tube bzw. nicht bündig sitzender PTFE Schlauch – im schlimmsten Fall drückt es das FIlament überall raus – sauberste, leider auch teuerste Lösung: All-metal Hotend. Dann kann man endlich auch bis 300º drucken (ASA, Flex-Materialien…)
    So günstig diese China-Einsteiger-Drucker sind, so wartungs und damit Geldintensiv sind sie. Ich spare auf einen Prusa i3 oder einen HyperCube…

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