Mein Sohn weiß nichts davon…

Ich bin zum Zeitpunkt dieses Artikels 46 Jahre alt. In meiner Kindheit gab es keine Smartphones und der coolste Computer war der Commodore 64. Bilder wurden mit Kameras gemacht für die man Filme kaufen musste. Filme mussten entwickelt werden, was mehreren Tagen benötige, erst dann hatte man ein Foto in der Hand – außer man hatte eine dieser neu modischen Polaroid Sofortbild Kameras.

Wenn man sich nun umschaut sieht man praktisch kaum noch eine klassische Kamera in freier Wildbahn. Jeder hat ein Smartphone und somit eine Kamera. Die Entwicklung der Smartphone Kameras hat sich rasant entwickelt sodass die Qualität wirklich einen extremen Schub erhalten hat. Noch nie war es so einfach gute Bilder zu machen. Egal wo man ist – das Smartphone ist dabei und somit auch eine Kamera.

Diesen Wandel habe ich persönlich gemerkt, weil meine ersten beiden Kinder hauptsächlich mit einer klassischen Kamera aufgenommen wurden. Digital Kameras hielten gerade erst Einzug und die Bildqualität war wirklich mies. Daher wurde noch vieles klassisch auf Film aufgenommen.

Mein 3. Kind jedoch digital bzw. mit dem Smartphone. So verwundert es kaum das von dem jüngsten Kind fast 4.000 Bilder bereits ein einem Album existieren und über die nächsten Jahre noch einige tausende mehr werden.

Unser Sohn weiß das wir ihn aufnehmen, aber nicht das es ein eigenes Album über ihn gibt. In diesem Album ist praktisch sein gesamtes Leben. Vom positiven Schwangerschaftstest, die ersten Tage im Krankenhaus, die ersten Schritt, sein erster Geburtstag, der erste Tag im Kindergarten bis zu seinem letzten Fußball Erfolg – alles ist festgehalten.

Ich freue mich schon wenn er etwas älter ist, ihm dieses Album zu überreichen. So kann er seine gesamte Kindheit noch einmal in Bildern erleben – selbst wenn er sich persönlich vielleicht nicht mehr an diese Dinge erinnert.

Ich hätte mir selber gewünscht ein solches Album für alle meine Kinder und sogar mich persönlich zu haben, da ich es immer wieder interessant finde in alten Alben zu stöbern.

Wie macht ihr das? Habt ihr auch ein Album für eurer Kinder? Speichert ihr diese online (privat, Google Fotos, Flickr, etc. pp) oder nur offline wenn ja wie?

4 Antworten auf „Mein Sohn weiß nichts davon…“

  1. Hallo Bernd,

    ich habe ebenfalls Fotos von der ganzen Familie als Album in der Cloud. Aktuell bei Apples iCloud und in der Google Cloud (Google Fotos).
    Zwischendurch leere ich immer mal wieder die Cloud Fotos von Apple und Google um diese auch noch auf einer externen Festplatte zu speichern.

    Eine gerade Linie wie ich damit genau umgehe habe ich leider nicht. Aber dort gibt es ja auch nicht das Allheilmittel. Irgend etwas gibt es immer an dem gerade benutzten System auszusetzen.

    Gruß

      1. Für extrem wichtige Daten habe ich noch ein “OFFSITE” Backup. D.h. ich habe eine Festplatte mit extrem wichtigen Daten die NICHT bei mir sondern bei meinen Eltern gelagert wird. Diese tausche ich alle paar Monate aus. So habe ich zumindest im absolute Worst-Case noch ein lokales Backup.

  2. Ich habe auch das Leben meiner beiden Kinder als digitales Album. Nicht eins für alles, aber eben pro Ereignis. Das ich viele Fotos mache und Technik liebe wissen sie aber auch. Mein großer (7) hat ein altes Smartphone was für Hörspiele benutzt wird (mehr nicht möglich). Aber die Kamera hat er natürlich entdeckt und macht schon das ein oder andere “VLog” wenn was tolles ansteht. Ist schon lustig zu sehen.
    Fotos schauen wir regelmäßig an und später werde ich ihnen auch die Bilder geben bzw haben sie zum Teil auch schon ein Album als Buch vom ersten Lebensjahr. Was in der Hand nochmal was anderes.
    Fotos liegen bei Google (Fotos) und nochmal lokal auf dem NAS.

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