Mein Low-Budget Heimkino Projekt

Wir haben bereits, wie viele, einen größeren Flatscreen TV und sind mit diesem auch sehr zufrieden. Freitag ist bei uns immer Familien-Film Abend und deswegen wollte ich das ganze etwas größer und mehr wie im Kino gestalten.

Sprich – ein Beamer muss her. Da ich aber nicht das größte Budget habe, wollte ich eine Lösung die gute Qualität in einem für mich bezahlbaren Bereich abliefert. Alle Komponenten wurden daher auf dieser Basis ausgewählt.

Fangen wir also mit dem wichtigsten Element an – dem Beamer. Bei mir ist es der BenQ TH535 geworden. Ein Full-HD Beamer der unsere Anforderungen erfüllt.

Heimkino Eckdaten notieren

Der erste Schritt um ein eigenes Heimkino einzurichten sind die Eckdaten. Dazu gehört einerseits der Beamer selber, aber noch viel wichtiger der Raum der dafür benutzt werden soll.

Folgende Fragen gilt es also zu beantworten

  • Wie groß ist der Raum?
  • Wo wird der Beamer aufgestellt bzw. angebracht?
  • Wie groß kann aus den beiden vorangegangen Antworten die Projektionsfläche werden
  • Leinwand: Feste Installation, Manuelle- oder Motor-Leinwand?

Erst durch die Antworten auf diese Fragen entscheidet sich die passende Hardware. In unserem Fall ist der Raum groß genug um eine Leinwand zu installieren die 120″( 266 X 149 CM ) im 16:9 Format Projektionsfläche erlaubt.

Abstand von Projektor zur Leinwand

Die Größe der Projektionsfläche ergibt sich durch den Abstand zur Leinwand. Anhand dessen kann man die korrekte Größe der Leinwand errechnen.

BenQ hat zur idealen Berechnung von Raum, Abstand und Projektionsfläche einen Online-Rechner, diesen könnt ihr nutzen um auf euren Daten basierend alles perfekt und einfach zu berechnen.

Der Raum

Unser Wohnzimmer hat eine mittlere Größe (2,4 x 4,1 x 5,3 Meter), entsprechend werden wir den Beamer an der Decke befestigen und eine Leinwand benutzen die vor den TV heruntergefahren werden kann.

Da der Beamer nicht jeden Tag in Benutzung sein wird, ist das für uns die ideale Lösung. Beamer wie auch Leinwand sind keine Störfaktoren im täglichen Leben und wenn Heimkino-Zeit ist, müssen wir nichts umstellen sondern können praktisch sofort loslegen.

Der Beamer: BenQ TH535

Unser Beamer ist ein BenQ TH535. Das Gerät ist ein Full-HD DLP Projektor. Die technischen Daten entsprechen unseren Anforderung an ein qualitativ hochwertiges Gerät das nicht das Budget sprengt.

  • Full HD 1920 x 1080 Pixel
  • 3.500 Ansi Lumen
  • 15.000:1 Kontrast
  • 1,2x Zoom

Auch beim Thema Anschlüsse bietet der BenQ TH535 alles was wir benötigen – vor allem aber eben 2x HDMI. Ebenso wichtig war mir ein Mini-USB Ausgang um den Fire-TV Dongle mit Strom zu versorgen.

Keine Leinwand notwendig – wenn es die Räumlichkeit erlaubt.

Der BenQ TH535 wird damit beworben keine Leinwand zu benötigen. Hierzu hat das Gerät Einstellmöglichkeiten wie die Farbe der Projektionsfläche. Die Wand muss also nicht reinweiß sein, sondern kann auch andere Farbtöne haben. Der Beamer korrigiert die Farben entsprechend.

Was jedoch wichtig ist – die Projektionsfläche muss möglichst glatt sein. Da wir in der Wohnung Raufaser Tapete haben und auch unseren Installations-Ort es nicht hergibt fällt diese Lösung leider für uns flach. Schade, denn den es hätte uns Geld gespart (die Leinwand Kosten).

Die mitgelieferte Fernbedienung erlaubt sämtliche Vorgängen und Einstellungen bequem zu schalten ohne das ich den Beamer an der Decke anfassen muss (was aber natürlich nach wie vor geht weil er mit der Oberseite nach unten angebracht ist).

Fire-TV, SAT-Receiver, Soundbar & Konsole

An einem HDMI-Anschluss wird direkt ein Amazon-FireTV Dongle angebracht – womit wir dann Netflix, Amazon, Disney+, Joyn und Co ansehen können. Der andere Anschluss wird mit dem Digitalen SAT-Receiver einer VU+ oder bei Bedarf mit der Spielekonsole verbunden.

Kleiner Tipp: Die meisten Dongles wie Chromecast oder FireTV benötigen eine Stromquelle. Mit einem Adapter könnt ihr euch das extra Netzteil sparen.

Viele Beamer haben einen Mini-USB Anschluss, mit einem kleinen Adapter könnt ihr auf das Netzteil verzichten und direkt Strom vom Beamer nutzen. Ich verwende hierzu diesen günstigen Adapter.

Wie die meisten Beamer, hat auch der BenQ einen eingebauten Lautsprecher (2Watt) . Dieser ist allerdings sehr schwach und für ein Film-Erlebnis absolut unpassend. Damit wir auch anständigen Sound haben – wird der Amazon-Fire-TV via Bluetooth mit der bereits vorhandenen JBL SB450 Soundbar verbunden. Der SAT-Receiver ist bereits mit dieser per Toslink-Kabel verbunden.

Die 3D-Brillen: BenQ DGD5

Auch wenn 3D-Filme immer weniger werden und Hersteller bei TV Geräten es schon gar nicht mehr verbauen, wollte ich den bisherigen 3D-Content den wir haben auch entsprechend in neuer Größe genießen. Der BenQ TH535 beherrscht 3D in Full-HD absolut problemlos, daher habe ich mich entschieden auch die passenden Brillen für meine Frau, den Junior und mich zu besorgen.

In diesem Fall sind es die BenQ DGD5 die speziell auch mit DLP Projektoren ein flacker-freies 3D-Bild liefern. Mit 32 Gramm ist die Brille ein absolutes Leichtgewicht und lässt sich auch sehr bequem über Stunden hinweg tragen.

Jede Brille hat einen integrierten Akku der per mitgelieferten USB-Kabel (leider kein Standard sondern mit einem eigenen BenQ-Anschluss) aufgeladen wird. Eine Akku-Ladung hält für ca. 30 Stunden. Im Lieferumfang befindet sich, neben dem USB-Ladekabel, ein weicher Beutel und ein Putztuch.

Die Brille trägt sich angenehm. Die Bauart erlaubt es die 3D-Brille auch über eine vorhandene Brille zu tragen.

Schaut zwar merkwürdig aus – aber es funktioniert problemlos.

Halterung:

Da wir den Beamer an der Decke anbringen benötigen wir eine Halterung die es ermöglicht den Beamer zu befestigen. Ebenso sollten Möglichkeiten zur Feinjustierung vorhanden sein.

Hier haben wir uns für eine wirklich günstige Lösung entschieden. Mit dieser steht der Beamer nicht all zu weit von der Decke ab (140mm) und ist kein Störfaktor wenn er nicht in Betrieb ist. Es gibt diese Halterung auch mit größerem Abstand (420 bis 640mm) falls eure Decke höher ist und ihr den Beamer tiefer hängen müsst.

Installiert wird die Halterung relativ einfach – ein paar Löcher in die Decke bohren und anständige Dübel plus Schrauben halten das gesamte Konstrukt plus Beamer sicher.

So schaut dann die Halterung am Beamer angebracht aus. Dadurch das der Beamer mit der Unterseite nach oben zur Decke hin angebracht wird stehen sämtliche Knöpfe zur Bedienung nach wie vor zur Verfügung.

Der Fire-TV wurde mit dem kleinen USB-Adapter direkt mit Strom vom Beamer versorgt, das erspart ein extra Stromkabel.

Verkabelung (Strom/HDMI)

Da der Beamer an der Decke angebracht ist, benötigen wir entsprechende Kabel. In unserem Fall ein extra langes HDMI-Kabel (für den SAT-Receiver) und Stromkabel. Jeweils in weiß gehalten damit diese nicht so auffallen.

Umgesetzt haben wir es mit 10 Meter Strom und ein 15 Meter HDMI Kabel. So habe ich genug Spielraum um die Kabel sauber und möglichst unsichtbar zu verlegen.

Leinwand:

Das Thema Leinwand könnte eine ganze Reihe an Artikel werden, es ist ist so vielfältig und umfangreich, aber ich will eure Nerven nicht strapazieren. Ich habe mich, zum Start zumindest, für eine gebrauchte Leinwand entschieden.

Die Halterungen (in der Decke) kann ich dann später auch für eine bessere Leinwand benutzen. Mir ging es letztendlich darum erst einmal einen Einstieg zu finden der für uns ausreicht ohne große Kosten zu verursachen.

Daher haben wir uns für eine Rollo-Leinwand entschieden. Aufgrund der Raummaße ist es eine Leinwand mit den Maßen 266 x 149 cm (120″) 16:9 geworden. Ich habe mich bewusst gegen eine Motorleinwand entschieden – da ich sonst noch einmal eine Stromquelle benötige.

Fazit

Das ist also unser Heimkino-Projekt. Es ist für unsere Bedürfnisse das passende Setup. Es erfüllt die Anforderungen in Sachen Preis/Leistung. Einige werden sicherlich meine Geräte Auswahl belächeln, aber ich bin zufrieden und darum ging es mir. Den Familien-Film-Abend besser zu gestalten und das erfüllt mein Setup auf jeden Fall.

Für “irgendwann mal” plane ich die Anschaffung einer neuen Leinwand, das wird aber noch eine Weile dauern weil ich mir noch nicht sicher bin ob mit oder ohne Motor (= Stromquelle) und wie man es optisch am besten noch optimieren kann. Ebenso denke ich über eine Sichtleiste vor der Leinwand nach, damit diese etwas versteckter ist und man sie nicht sofort als Leinwand erkennt.

Aber wie sagt man so schön… “Kommt Zeit, kommt Rat…” 😉 In diesem Sinne bleibt gesund!

Sag mir Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO