DIY Projekt: Eine Grill-Feuertonne

Ich grille. Ich grille sehr gerne. Bislang habe ich dafür wie viele andere einen einfachen Kugelgrill von einer bekannten deutschen Marke benutzt. Beim Kauf damals hatte ich gar nicht darauf geachtet und einen 47er gekauft. Nach einigen Wochen wusste ich – es war ein Fehler, ich hätte einen 57er besorgen sollen. Egal. Man nutzt was man hat.

Durch diverse You-Tube Videos bin ich auf einige DIY-Projekte aufmerksam geworden. Wo Leute ein 200-Liter Fass in eine Feuertonne umgebaut hatten. Wiederum andere haben noch eine Grillplatte (Plancha) oben drauf gepackt. Sofort dachte ich – hey, das schaut nach einem Projekt aus das selbst ich mit meinen zwei linken Händen hinbekomme.

Was soll ich sagen – es hat funktioniert. In meinem Artikel zeige ich euch wie ich es gemacht habe und natürlich auch das Ergebnis.

Kommen wir als aller erstes zum Material, das ich verwendet habe.

Material-Liste

  • 200 Liter Fass mit Deckel & Verschluss
  • Alte Waschmaschinen Trommel
  • 3x Metal-Regalleisten
  • 6x Regalleisten Hänger (lang)
  • 6x Stahlschrauben M5
  • 6x Stahl-Unterlegscheiben
  • 6x Stahl-Muttern M5
  • 2x Dosen Ofen-Lack-Spray

Vorbereitung der Tonne

Je nachdem woher man sein 200-Liter Fass hat muss man dieses erst noch bearbeiten damit man es tatsächlich als Feuertonne bzw. als Grilltonne verwenden kann. Um den Lack abzubekommen reicht es in der Regel die Tonne für einige Stunden einfach anständig zu befeuern.

Ich habe hierzu einfach erstmal ein kleines Feuer gestartet und dann nach und nach mehr Holz dazu gegeben.

Schon nach kurzer Zeit sieht man wie sich der Lack verändert bzw. sich richtig aufheizt und dann nach und nach verdampft. Ich empfehle das nur zu machen, wenn es möglichst Windstill ist und sich niemand in der näheren Umgebung befindet.

Nach ein paar Stunden ist der Lack dann letztendlich weg und man kann die Tonne abkühlen lassen. Sobald sie richtig kalt ist kann man sie auch schon mit dem Ofen-Lack-Spray bearbeiten.

Ich habe zwei komplette Dosen für zwei Schichten dafür benutzt.

Man muss die Tonne nicht damit behandeln, aber dann wird logischerweise sich Rost schneller verbreiten. Ich will aber möglichst lange etwas von meiner Tonne haben – also drauf mit dem Lack.

Auswahl des 200-Liter Fass

WICHTIG. Ich hatte Glück, mein 200-Liter Fass wurde für die Lagerung von Trockenfutter für Tiere benutzt. Es hatte also keinerlei Rückstände im Inneren.

Je nachdem wo ihr euer Fass her habt, müsst ihr damit rechnen das ihr GIFTIGE Stoffe darin findet. Ich würde davon abraten solche Tonnen zum Grillen zu benutzen. Solche Fässer würde ich nach einem sehr langen ausbrennen höchstens als Feuertonne benutzen, nicht aber zum Grillen. Das richtige Fass ist wichtig für ein gesundes Grillen!

Die Waschmaschinen-Trommel

Ich habe mich entschieden eine alte Waschmaschinen-Trommel als “Heiz-Modul” im Fass zu benutzen. Es gibt mehrere Vorteile, wenn man eine Waschmaschinen-Trommel benutzt anstatt das Feuerholz direkt in der Tonne zu verbrennen.

  1. Das Fass wird nicht so stark abgenutzt
  2. Ich kann die Feuerstelle in der Höhe anpassen
  3. Die Reinigung ist um einen vielfaches einfacher

Um das ganze bequem zu machen wollte ich keine Ketten, sondern nutze hierfür eine Lösung mit Regalleisten.

Regalleisten Montage

Ich benutze drei Regalleisten mit den typischen L-Leisten Profilen. Zur Befestigung benutze ich M5 Stahlschrauben inkl. Unterlegscheiben und Muttern.

Mit einem Körner habe ich vorher mit ein paar kräftigen Schlägen die Löcher in das Fass geschlagen, dann konnte ich mit einem Metalbohrer die Löcher bequem anbringen.

Nachdem alles festgeschraubt war habe ich mit meinem Dremel die Enden der Schrauben gekürzt.

Die Waschtrommel sitzt nun auf drei L-Profilen stabil und sicher.

Die Feuertonne ist praktisch fertig. Weil ich aber auch damit grillen will habe ich drei weitere L-Profile die ich über der Waschtrommel dann je nach Bedarf anbringe, darauf lege ich meinen Kugelgrillrost. Aktuell noch ein 47er vom alten Grill, demnächst dann ein 57er.

Das erste Grillen

Nun konnte ich zum ersten Mal grillen. Dazu habe ich etwas Holz in die Waschtrommel und mit Grillanzündern das Feuer gestartet.

Selbst ohne weitere Belüftungslöcher, die manche unten in die Tonne bohren, brennt es wunderbar und es entsteht eine enorme Hitze. Hier muss ich noch mehr Erfahrungen sammeln wann und wie ich dann Dinge auflege.

Die Möglichkeiten mit dieser Lösung sind vielseitig. Einerseits kann ich Dingen etwas indirekter auf der Waschmaschinen Trommel grillen oder eben auf dem Rost. Ich kann die Höhe verstellen und somit wirklich “sanft” grillen.

Ich kann mir noch eine Vorrichtung zum Hängen darüberlegen, um einen Dutchoven einzuhängen oder ich stelle ihn direkt auf die Waschtrommel. Durch das Fass ist das Grillgut auf jeden Fall immer vor Wind geschützt.

Ebenso kann ich die Waschtrommel umdrehen und Holzkohle darauf legen wenn ich nicht mit Holz grillen möchte aber noch näher am Grillgut sein will.

Nach dem Grillen und dem Abkühlen der Tonne kann ich dann einfach die Waschtrommel ausleeren, wieder reinstellen und mein sämtliches Grillzubehör in die Tonne packen.

Danach wird der Deckel auf die Tonne gemacht und alles ist Wetterfest untergebracht und bereit für das nächste BBQ.

Meine Grilltonne in Aktion (Video)

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Selbst für wenig begabte Handwerker wie mich war das Projekt problemlos realisierbar. Das erste Grillen war ein Erfolg und mit den zusätzlich geplanten Erweiterungen (57er Rost, Dutch-Oven) wird das Ganze noch besser.

Beim Grillrost bin ich mir noch nicht sicher ob ich einen Standard nehme oder doch lieber einen aus Gusseisen.

Übrigens – wenn man einen 57er Kugelgrill hat, dann passt der Deckel von diesem sogar auf ein solches 200-Liter Fass!

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